Zeit & Stressmanagement klingt im ersten Moment nach einem Thema, was für jeden relevant sein sollte. Allerdings ist auch hier wieder festzuhalten, dass jeder in seinem Arbeitsalltag andere Herausforderungen und Veranlagungen hat und damit ein derartiger Workshop auch sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Es ist nich ungewöhnlich, absolut enthusiastische Meinungen nach einem Workshop zu hören, aber auch die ein oder andere Stimme, die andere Erwartungen hatte oder eben doch andere Themen priorisieren sollte. Es stellt sich also auch hier die Frage: “Ist ein Zeit & Stress Management Workshop der richtige Ansatz für mich/mein Team?”

Wir wollen euch daher auf Grundlage unserer Workshoperfahrung ein paar Hinweise mitgeben, um einzuschätzen, ob diese Workshopinhalte für euch einen guten Fit darstellen würden:

    1. Was ist eigentlich Zeit & Stressmanagement
    2. Ist Zeit & Stressmanagement aktuell der richtige Ansatz für mich/ mein Team?
    3. Welche anderen weiterführenden Themen empfehlt ihr mir?

1. Was ist eigentlich Zeit & Stressmanagement?

An der Stelle sollte man im ersten Moment vielleicht über die Erwartung an einen derartigen Workshop reden. Oder anders gefragt: Was genau soll mit einem Workshop zum Thema Zeit & Stressmanagement erreicht werden? Im Regelfall sieht die für alle Interessenten sehr ähnlich aus: Die Aufgaben fallen bereits aus dem Fenster, der Stresspegel drückt bedrohlich gegen die Decke und es ist natürlich auch keine Zeit, um sich um irgendwie (im Besten Fall nachhaltig) um diese Themen zu kümmern.

Um das an dieser Stelle klar zu formulieren, was diese Art von Workshop nicht ist:

Diese Art von Workshop ist kein Zaubermittel, womit nach 4-8 Stunden alle Stressfaktoren beseitigt sind. Wie auch bei ähnlichen Themen handelt es sich eher um einen Prozess, mit dem effizientere Strukturen genutzt werden sollen, ein Verständnis für die eigene Situation geschaffen wird und sowohl eigene als auch die Ressourcen anderer schonender angezapft werden können.

Selbst ein effizienter Zeit & Stressmanagement Workshop wird nicht dazu führen, dass plötzlich grenzenlos mehr Zeit für all die anderen Aufgaben da ist, die vorher nicht erledigt werden konnten. Es geht eher darum, effizienter Aufgaben angehen zu können, um sich damit Freiräume für das eigene Wohl zu schaffen.

Was man also damit erreichen kann:

Besseres Verständnis der eigenen Ressourcen und Ressourcen anderer, wodurch das Arbeitsklima verbessert werden kann und allgemein die eigene Belastungsgrenze weniger strapaziert wird.

Das Erlernen von Methoden, die in Stressituationen einen Ansatz bieten, sich den aktuellen Herausforderungen selbst stellen zu können und nach und nach das Methodenverständnis zu üben, um diese Ansätze intuitiv und präventiv einzusetzen, statt sich erst in einer kritischen Situation darum zu kümmern.

 


2. Ist Zeit & Stressmanagement aktuell der richtige Ansatz für mich/ mein Team?

Die Methoden und Ansätze in diesem Workshop sind natürlich generell sehr nützlich. Auch hier stellt sich allerdings die Frage, für wen dieser Ansatz passend ist und für wen eben auch nicht.

Hier also eine Übersicht der prozesshemmenden und prozessfördernden Faktoren, die wir in unseren Workshops bisher ausmachen konnten:

Prozessfördernd (wenn ihr 1-2 Punkte in eurer Firma seht, könnte das eine gute Methode für euch sein):

      • Schnelles Wachstum in der Firma, wodurch Bedarf und Möglichkeiten für neue Prozesse gegeben sind
      • In eurer Firma gilt das Credo “Unsere Mitarbeiter sind uns wichtiger als einzelne Kunden”
      • Umbruch in der Firma, wodurch bestehende (Kommunikations)strukturen überdenkt werden
      • Selbst noch relativ jung oder viele jüngere Mitarbeiter im Unternehmen
      • Neue eigene Position, vor allem wenn sich dabei auch viele Strukturen ändern oder überarbeitet werden müssen
      • Wenn ein allgemeines Verständnis im Unternehmen/Team besteht, dass die bisherigen internen Strukturen noch nicht optimal sind

Prozesshemmend (wenn ihr 1-2 Punkte in eurer Firma seht, wird das vermutlich keine gute Methode für euch sein):

      • Mitarbeiterzufriedenheit hat keine Relevanz in den Überlegungen eures Unternehmens
      • Euer Team ist bereits gewohnt agil in wechselnden Projektteams zu arbeiten
      • Ihr selbst oder euer Unternehmen hat keinerlei Interesse an anderen Strukturen
      • Ellenbogenmentalität in eurer Firma, wo Kollegen eher als Konkurrenten gesehen werden
      • Zuviel Struktur und Vorschriften von oben bestimmt, ohne dass Mitarbeiter eigene (kleine) Prozesse schaffen können

Abseits dieser prozesshemmenden oder -fördernden Aspekte, haben wir außerdem festgestellt, dass allgemeine Unzufriedenheit oft auch ein Anzeichen dafür ist, dass diese Form von Workshop sehr wichtig für das Wohl der Mitarbeiter und die Weiterentwicklung eures Teams/Firma sein könnte. Beispiele dafür sind z.B. Abläufe die bisher reibungslos geregelt wurden, aber plötzlich zu Problemen führen, plötzliche Anhäufung von Krankheitsfällen oder auch negativ wahrgenommene Grüppchenbildung.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass es wichtig ist zu verstehen, dass man mit den Learnings aus dem Workshop im Besten Fall eigene Prozesse und strukturen hinterfragen sollte, um für dieselben Ergebnisse tatsächlich “smarter” anstatt “harder” zu arbeiten. Falls dies nicht möglich ist, können zwar dennoch einzelne Aspekte beleuchtet werden, führt aber leider nicht zu optimaler Effektivität des Workshops. Wenn stattdessen die eigenen Mitarbeiter geschätzt werden und auch gewisse Freiheiten haben, sich und ihren Arbeitsbereich weiterzuentwickeln, fallen die Inhalte eines Zeit & Stressmanagement Workshops auf extrem fruchtbaren Boden.

 


3. Welche anderen weiterführenden Themen empfehlt ihr mir? 

Das Thema hört natürlich an dieser Stelle nicht auf und es gibt diverse weitere Fragen, die du dir eventuell stellst. Hier eine kleine Auswahl an Themen, die für dich aktuell relevant sein könnten: